Bioguia Mallorca

Das ökologische Portal der Insel

Fauna

Die Fauna von Mallorcas ist nicht sehr artenreich. Sie umfasst nur wenige Säugetiere, dafür aber sehr viele Vogelarten. Die einzigen größeren Säugetiere in Mallorca die wild leben sind die Ziegen, bei denen es sich um verwilderte Hausziegen handelt. Diese leben vor allem in den Gebirgszügen. Zudem gibt es auf der Insel einige Reptilien und Amphibien.

Einige Beispiele von geschützten Tiersorten auf den Balearen:

• Der “ Ferreret” oder die Mallorquinische Geburtshelferkröte

Diese sehr besondere Kröte misst von Kopf bis Fuss nur vier Zentimeter. Ihre Farbe ist sehr unterschiedlich, normalerweise hellbraun, ockerfarbig bis grün, aber immer mit unregelmässig verteilte Flecken mit verschiedenen Grössen.  Die Glieder sind lang und angepasst am Klettern durch das steinige Habitat. Weil er vor allem abends und während der Dämmerung aktiv ist hat er relativ grosse Augen. Auch besonders für eine Kröte ist das er keine Giftdrüsen hat in seiner Haut, weil er sich entwickelt hat in eine Umgebung ohne natürliche Predatoren.
Die Kaulquappen sind, im Vergleich zu anderen Amphibien, relativ gross und atmen durch ein Loch in der Bauchwand. Um sich zu füttern zerwühlen sie den Boden und ernähren sich von kleine Stücke Algen und anderes organisches Material.
Die Mini-Kröte würde erst entdeckt im Jahre 1977 und weil man nur Fossile fand dachte man damals dass es sich um eine ausgestorbene Sorte handelte. Die Fossile würden gefunden in eine Bodenschicht aus dem Pliozän-Holozän in Hölen in Establiments und Soller (Moleta).
Abgesehen von dieser Entdeckung wussten die Bauern aus der Umgebung des Tramuntanagebirge schon länger das es in der Nähe ein kleines Amphibie geben müsste, weil sie ihn öfters “singen” hörten. Dieses singen klingt wie ein Schmied der mit seinem Hammer auf ein Amboss schlägt, sei es nur viel leiser. Schmied auf Mallorquinisch heisst Ferrer, und das kleine Amphibie heisst deshalb Ferreret, oder “der kleine Schmied”. Erst am Ende der 80er jahren wollte eine Gruppe Biologen die Beziehung zwischen das in 1977 gefundene Fossil und dieser “Ferreret” untersuchen. Sie entdeckten das der Ferreret und das Fossil dasselbe Tier sind. Der Ferreret ist also ein lebendes Fossil das überlebt hat in die meist unzugänglichen Zonen der Tramuntana, wo es nicht bedroht würde durch Menschen oder andere Predatoren.

• Der Schwarzer Geier

Der Schwarze Geier, auf Mallorquinisch Voltor Negre, ist heutzutage das Symbol des Naturschutz im Tramuntanagebirge. Dieser grosse schwarze Vogel war auf den Balearen fast ausgestorben aber dank den Schutzprogramm überlebt er auch heute noch im Norden der Insel Mallorca, wo er sich ernährt von Aas, hauptsächlich tote Schäfe und Ziegen.

Die männliche und weibliche Exemplare sind identisch, es gibt kein Sexualdimorphismus. Der Geier benützt beim fliegen die Luftströme und verbraucht dabei keine eigene Energie. Der Schwarze Geier gibt es auf Mallorca schon seit fünf Millionen Jahren, bevor es überhaupt Menschen auf der Insel gab. Die Geier bilden lebenslange Paare und benutzen jedes Jahr dasselbe Nest, ein grosses Plattform in einem Baum oder zwischen die Felse, öfters in der Nähe der Küste. Neue Pärchen formen sich am Anfang des Winters sodas das Ei gegen Februar im Nest gelangt. Im Frühjahr wird dan das Geierküken geboren, wonach es von den Eltern gefuttert wird und erst Ende September zuerst selber fliegen wird. Die jungen Geier, zu erkennen an die dunklere Farben ihrer Federn, fangen erst mit fünf oder sechs Jahre selber an mit der Vortpflanzung.

Bis heute bleibt der Schwarze Geier eine bedrohte Tiersorte auf Mallorca. Das wird unter anderem verursacht durch die Veränderung des Habitats, das Wildern, die Übermass an menschliches Durchgangsverkehr im Gebirge und Gifte die verbreitet werden für die Bekämpfung von bestimmten Plagen. Das Balearische Umweltministerium hat deshalb ein Konservierungsplan für diese Tiersorte aufgestellt.

• Die Meeresschildkröten

Im Balearischen Meer kann man öfters Meeresschildkröten sehen, vom Deck eines Schiffes, wenn sie auftauchen an die Wasseroberfläche zum atmen. Manchmal kann man sie auch auf dem Strand beobachten.

Der Entwurf dieser Tieren ist völlig angepasst an das Leben im Mer. Die vorderen Glieder fungieren als kräftige Schaufel oder Rudern während die hinteren als Steuer benützt werden. Alle Sorten Meeresschildkröten sind Fleischfresser, aber sie  bevorzügen Quallen und Weichtiere.

Die Sorten die auf den Balearen am haüfigsten vorkommen sind: die Unechte Karettschildkröte (Foto), Caretta caretta, die am häufigsten vorkommt, die Suppenschildkröte, Chelonia mydas, und die viel seltsamere Lederschildkröte, Dermochelis coriacea. Keine einzige dieser Sorten pflanzt sich fort auf den Balearen.

Jedes Jahr werden verletzte oder aus Versehen gefangene Schildkröten gerettet. Häufig haben die Tiere sich verletzt am Angelhaken, Netz oder Schiffschraube.

Das Balearische Umweltministerium registriert alle Schildkröten die auf den Balearischen Strände anspülen und die lebendigen Tieren werden dan weitergegeben an der Stiftung Marineland – Palmitos, die ihnen versorgt. Von 1993 bis 2002 spülten insgesamt 359 Schildkröten, wovon 355 Caretta caretta, an auf die Balearischen Strände. Davon sind 107 wieder gesund geworden. Sobald sie wieder gesund sind werden die geretteten Schildkröten ausgesetzt in der Nähe des nationales Naturparks Cabrera.

Wenn Sie auf den Strand eine lebende oder tote Schilkröte finden, rufen Sie dann bitte die Notnummer 112 an.

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