Bioguia Mallorca

Das ökologische Portal der Insel

Mallorca verschwindet unter Beton

Die größte Bedrohung der balearischen Kulturlandchaft sind der Straßenbau und die ungebremste Zersiedlung der Insel.

Dies ist nicht anders wie in Deutschland, wo auch täglich Tausende von Hektar Land unter einer Beton- oder Asphaltdecke ver­schwinden. Die Politiker wundern sich dann über die starken Hochwasser und Überschwemmungen, wenn mal wieder in einer Flussaue gebaut wurde, was frühere Generationen aus entsprechender Erfahrung nicht gemacht hätten. Mit Technik kann man eben nicht jedes Problem lösen.

Insgesamt gilt in Spanien, dass seit 1987 in einem Abstand von 100 Metern von der Küste nicht mehr gebaut werden darf. Allerdings gibt es noch Bebauungspläne aus der Zeit vor dem Jahr 1987, die lei­der zumindest teilweise noch rechtsgültig sind. Deshalb muss jeder Einzelfall immer vom GOB untersucht werden, was hier erreicht werden kann. Grundsätzlich gilt, dass auf landwirtschaftlicher Fläche, das heißt Suelo Rustico nicht gebaut werden darf. Verschiedene Politiker verstoßen gegen diese Regel aber oft in legaler oder illegaler Weise.

Umweltschutzorganisationen, wie z.B.  GOß gehen massiv gegen die Ausweisung von Baugebieten auf „Suelo Rustico“ (land­wirtschaftliches Nutzland) vor und arbeiten dagegen vor allem mit rechtlichen und politischen Mitteln, was einen lan­gen Atem braucht, da hinter diesen Projekten meist viele finanzielle und mächtige Interessen stehen. Der GOß hat beispielsweise zehn Jahre lang gegen den Bau einer illegalen Feriensiedlung am Strand von Es Trenc bei Ses Covetes geklagt und nach zehn Jahren Recht bekommen, dass die Bauten gegen das Küstenschutz­gesetz verstoßen und nun abgerissen werden müssen.

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